Wir machen die Nacht zum Tag – „Mittsommer“ 2019

Heute ist Mittsommer – der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Nach dem 21.06. geht es, wie man bei uns so schön sagt, wieder „bergab“.

Schon die letzten Abende waren herrlich. Mein Mann und ich saßen gemütlich auf unserer Terrasse und haben bei einem Glas Wein die Ruhe auf dem Dorf und den „hellerleuchteten Abend“ genossen. Ab und zu „muhte“ es mal von nebenan aus dem Kuhstall unseres Nachbarn oder unser Hund schlug an, weil sich eine Katze auf unser Grundstück verirrt hatte. Ansonsten war es einfach nur Erholung pur. Und die Temperaturen so angenehm, dass man es richtig lange draußen ausgehalten hat. Fast wie Urlaub.

So muss er sein… lecker Spargel.

Auch heute Abend werden wir wohl den längsten Tag des Jahres auf unserer Terrasse ausklingen lassen. Zuvor gibt es aber zum letzten Mal in diesem Jahr feinsten frischen Spargel aus Sachsen. Ich war gestern noch schnell beim Gemüsehändler im Nachbarort und habe Spargel gekauft. Denn die Spargelsaison ist für dieses Jahr schon wieder so gut wie vorbei. Schade. Wir lieben Spargel. Vor allem den aus Sachsen. Das weiß man was man hat.

Quelle beide Bilder: Pixabay

Von Sonntag zu Montag ist Johannisnacht bzw. am Montag der Johannistag. Das ist der Tag, der genau 6 Monate vor Heiligabend liegt und zu dem Johannes dem Täufer gedacht wird. Für Landwirte, Bauern und Kleingärtner gilt dieser Tag als Ende der Spargel- und auch der Rhabarberzeit. Denn die Pflanzen benötigen nach der Erntezeit eine lange Erholungsphase, um für das kommende Jahr wieder genug Kraft tanken zu können. Die Erntezeit ist natürlich auch immer vom aktuellen Wetter und ihrem Beginn abhängig.
Als mich meine Oma als Kind in das 1×1 des Kleingärtners eingeweiht hat und wir zusammen den Rhabarber geerntet und zubereitet haben, erzählte sie mir auch, dass der vorangegangene Winter immer eine große Rolle bei der Ernte spielt. Denn warme Winter haben meist eine eher schlechte Ernte zur Folge. Leider habe ich heute keinen Rhabarber in meinem Garten, doch was die Oma sagt, stimmt immer. Oder? 😉
Übrigens sollen auch die Johannisbeeren nach Johannes dem Täufer benannt sein. Toll, wie dieser „Johannes“ heute immernoch präsent ist.

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