U… wie Urlaub und Umwelt

Petrus meint es gut mit uns – es sind 30° Grad und die Sonne scheint. Der Sommer kommt mit großen Schritten und kündigt sich mit den ersten heißen Tagen des Jahres an. Gemeinsam sitze ich mit meinem Neffen, der gerade in der ersten Klasse ist, auf unserer Terrasse und helfe ihm bei den Hausaufgaben. Mathe haben wir geschafft, jetzt kommt noch Deutsch dran. Da lernt er in der Schule gerade das Alphabet und ist schon beim Buchstaben „U“ angekommen. Er fragt mich, welche Wörter gibt es denn mit „U“? Mir fällt spontan der „Uhu“ oder „Urlaub“ ein… Plötzlich strahlen seine Augen und er ist ganz aufgeregt. Urlaub, da freue ich mich schon drauf! Ach wenn ich doch jetzt schon bei dem schönen Wetter Ferien hätte. Aber das ist noch so lange hin… Den Kopf senkend, schlägt er seine Fibel auf und beginnt seine Deutsch-Aufgabe.
Um ihn aufzumuntern, machen wir uns nach den Hausaufgaben auf den Weg hinter unser Haus. Wir wohnen direkt an einem Feld, auf dem es im Moment eine herrliche Blütenpracht zu bestaunen gibt. Auf dem Weg dorthin, erkläre ich ihm, dass man nicht immer in die Ferne schweifen muss, sondern das Gute oft so nah liegt. Das wusste auch der große deutsche Dichter Goethe schon. Es muss nicht immer Mallorca oder die Türkei sein, um einen herrlichen Urlaub zu verbringen. Hier bei uns zu Hause, in unserer Heimat, haben wir auch Ferienparks, Freibäder und sogar Naturbäder mit richtigen Sandstränden. Fast genauso wie am Mittelmeer. Hier ist es genauso schön. Es gibt viele Geheimtipps, bei denen man nur genauer hinschauen muss.

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Und das tun wir jetzt auch – wir haben seine Lupe und sein kleines Eimerchen eingepackt und sind nun am Feldrand angekommen. Hier summt und surrt es, es herrscht reges Treiben inmitten der Blumen und Gräser. Mit offenen Augen gehen wir durch die Natur und versuchen die vielen schönen Momente der Tier- und Pflanzenwelt einzufangen. Man taucht regelrecht in eine andere Welt ab, wenn man mal so einen Quadratmeter des Feldes unter die Lupe nimmt. Eine kleine Feuerassel kriecht unter dem großen Löwenzahnblatt hindurch und gleich nebenan landet plötzlich ein Marienkäferchen.
Er staunt nicht schlecht, was man hier so alles erlebt. Hier ist so viel los, fast noch mehr wie in einem Ferienpark. Und man kann viel mehr entdecken als in einem Museum. Man muss sich nur die Zeit nehmen und genau hinschauen. Es ist interessant zu sehen, wie die Biene im Landeanflug an eine Blüte ist, um ihren Nektar auszusaugen oder ein Grashüpfer einen weiten Sprung über die Gräser macht. Hier bei uns auf dem Land, wo man den Stress und die Hektik mal vergessen kann, erlebt man noch Natur pur.
Bei dieser Gelegenheit fällt mir noch ein drittes Wort mit „U“ ein: Umwelt. Ich erkläre meinem Neffen, dass man alles was wir hier sehen, unsere Natur, die Bäume, Tiere und das Land, Umwelt nennt. Diese Umwelt müssen wir aber beschützen und pflegen, denn sie ist auf uns angewiesen und sehr sensibel. Wir dürfen zum Beispiel keinen Müll in der Natur zurück lassen, da sie sonst aus dem Gleichgewicht geraten kann. Und es ist zum Beispiel auch wichtig, weniger Abgase zu produzieren. Deshalb sollten wir das Auto auch öfters mal stehen lassen. Ich erzähle ihm weiter, dass es sogar einen „Umwelttag“ am 5. Juni gibt, der die Menschen auf der ganzen Welt zum Schutz der Natur aufrufen soll. Wir sind uns am Ende einig, dass die Natur einfach wunderschön ist und wir zukünftig achtsamer mit ihr sein müssen.

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